s gibt ja solche Morgen, wo man sich wirklich fragt, warum man eigentlich überhaupt aufgestanden ist. Vor allem dann, wenn der Morgen schon minderprickelnd beginnt, und man mit irgendwelchem Unfug, der ansich nicht viel Zeit in Anspruch nimmt dann doch soviel Zeit verbringt, daß man den Bus, den man eigentlich nehmen wollte, um nur wenige Minuten verpasst. Naja, nimmt man halt den Nächsten. Ein Bus ist eh wie der andere. Aber morgens ist das dann auch oft eine gewisse Form von “Abenteuer”.

Das Busfahrer des öfteren einfach schei..e sind, ist ja hinlänglich bekannt. Da gibt’s ja zum Bleistift die Sorte “Rallyfahrer”. Bei denen nimmt man dann einfach an, die üben ja nur für’s Wochenende. Und ansonsten klammert man sich an alles, was hoffentlich nicht nachgibt.

Oder die Sorte “Motzbrocken”, die alle naselang durch den Bus grölen, man möge doch die Tür freimachen. Oder gefälligst vorne einsteigen. Oder vor dem Aussteigen gefälligst auf den Haltknopf drücken. Oder sich überhaupt schneller bewegen.

Oder die Sorte “ich-weiss-nicht-wo’s-langgeht”, die schon mal spontan lustige Alternativrouten Umwege fährt oder Haltestellen trotz Haltewunsch nicht anfährt. Oder beides zusammen, womit die Wunschhaltestelle dann schlicht nicht auftaucht. Dieser Typ ist dann entweder von der Untersorte “tut-mir-leid-ich-bin-neu”, oder Untersorte “Motzbrocken”, was dann so richtig grosses Kino am Morgen bedeutet.

eute morgen gab’s mal was Neues: Den Typ “Vollverklatscht”, Untersorte “Motzbrocken”. Der brauchte offensichtlich Unterhaltung beim Fahren. Das man den Fahrer während der Fahrt nicht ansprechen soll, ist eine Sache. Es könnte ihn ja ablenken, und Unfälle sind dem Erreichen des Fahrziels sicher nicht zuträglich. Aber natürlich ist es was ganz anderes, wenn sich der Fahrer von sich aus unterhalten will, und dazu einen Freund mitgebracht hat. Dieser Kumpel saß dann auch fast neben dem Fahrer. Und zwar wortwörtlich, nämlich im Rollstuhl (!).

Versteht mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen Rollstuhlfahrer. Warum auch. Aber im Bus seinen Rollstuhl quasi neben dem Fahrer zu parken, und damit 98% des Gangs zu blockieren… also das geht irgendwie gar nicht. Und dieser Hempel schaut dann auch noch seltendämlich drein und schnell zur Seite, wenn man quasi über ihn drübersteigen muss, um in den Bus zu gelangen. Parallel dazu kann sich der geneigte Fahrgast dann noch anschnauzen lassen. Ganz so, wie es der Fahrertyp “Motzbrocken” nunmal so gerne macht.

Es hätte eigentlich nur noch gefehlt, daß sich ein Fahrgast beim Rollstuhlübersteigen verheddert und stürzt. Oder daß man sich just beim Rollstuhlübersteigen anschnauzen lassen muss, man möge sich doch beeilen, damit andere Leute auch noch in den Bus kommen (ist aber “netterweise” nicht passiert). Oder daß der Rollstuhlhempel früher aussteigen muss, und damit alle Fahrgäste mal kurz aussteigen müssen, damit der Depp auch wieder rauskommt (auch das ist “netterweise” nicht passiert).

Also falls ein Mitarbeiter des in den Fähnchen genannten Unternehmens diesen Blog lesen sollte: Linie 34 (Richtung Brand), 13. November, 7:28 ab Elisenbrunnen.

Bei dem Gespräch mit dem Fahrer (was sicher nicht stattfindet) wäre ich gerne dabei :evil:

BTW: Was war das eben? Heute ist der 13. ??!?? Na klasse. Und morgen ist Vollmond. Wieso wundert mich das jetzt eigentlich nicht?